Gemeinden Zweckverband

Zur Geschichte

Anfang der Fünfzigerjahre wuchs die allgemeine Nachfrage nach Trink- und Brauchwasser deutlich. Ausschlaggebend waren der zunehmende Komfort der Bevölkerung und die fortschreitende Industrialisierung. Auch in den Gemeinden Horgen, Oberrieden und Wädenswil wurde die Aufbereitung von Seewasser aktuell. Bislang von Rothenthurm SZ bezogenes Wasser reichte nicht mehr und auch die ortseigenen Quellen lieferten zu wenig des kostbaren Guts. Die Nutzung des Zürichsee mit seinen unerschöpflichen Reserven stand daher im Vordergrund. Dazu gründeten die drei Gemeinden 1953 einen Zweckverband und legten den Grundstein für das Seewasserwerk Hirsacker in Horgen. 1956 wurde die für eine maximale Tagesproduktion von 15'000 m3 Wasser ausgelegte Aufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Ein Erweiterungsbau erhöhte die Produktion ab 1965 auf 29'000 m3 Wasser pro Tag. 1973 trat die Gemeinde Richterswil dem Zweckverband bei. Die Entwicklung  des Wasserverbrauchs löste den Bau des Seewasserwerkes Appital samt dem dazugehörigen Pumpwerk bei der Halbinsel Au aus. Diese Anlage ging 1977 in Betrieb. Heute umfasst das Versorgungsgebiet gut 50'000 Einwohner.

 

Jede Partnergemeinde hat Anspruch auf einen prozentualen Anteil der gesamthaft möglichen Wasserförderung beider Werke, welche zugleich der Aufteilung der Kapitalkosten und der fixen Betriebskosten entspricht. Die mengenabhängigen Kosten hingegen werden aufgrund der effektiv bezogenen Wassermenge verrechnet.